Orgelneubau

Evangelisches Bezirkskantorat Leonberg, 2017

Die Leonberger Stadtkirche bekommt eine neue Hauptorgel!

Über den Fortschritt der Pfeifenpatenschaften können Sie sich HIER informieren!!

Die Summe aller bisher durch die Pfeifenpatenschaften eingegangenen Spenden ist 27.700,- Euro!

Im Zuge der Renovierung im Innenraum der Stadtkirche 1964 ist auch die bis dahin einzige, alte Orgel im Chorraum entfernt worden. Für den Bau eines neuen Instrumentes wurde die damals führende süddeutsche Orgelbaufirma E. F. Walcker in Ludwigsburg beauftragt. Die innere Umgestaltung des Gotteshauses war eine große finanzielle Herausforderung für die Kirchengemeinde, deshalb war für den damaligen Kirchengemeinderat wichtig, eine große Orgel relativ günstig zu bekommen. Zunächst war die neue Hauptorgel der Stadtkirche ein interessantes und vergleichsweise großes Instrument mit drei Manualen, Pedal und ca. 3.500 Pfeifen. Die Disposition hat der damalige Professor der Stuttgarter Musikhochschule Herbert Liedecke geplant.

SKOrgel

Diese Orgel ist ein Kind ihrer Zeit. Die Firma Walcker hat in diesen Jahren deutschlandweit viele solche Orgeln gebaut: Günstige Materialien, vorab nach Einheitsmaß gefertigte Pfeifenreihen, die den heute selbstverständlichen individuellen Charakter der auf den Kirchenraum abgestimmten Register vermissen lassen, außerdem eine elektrische Spieltraktur und kurze Bauzeit – alles für den Moment ausreichend, aber nicht langlebig. Der „Gartenzaun“-Prospekt ohne Orgelgehäuse und die Lochstahl-Stützen im Inneren des Instruments sind ästhetisch und akustisch minderwertig, sie bieten keinen Resonanzraum für den Pfeifenklang. Die Orgel steht sehr tief hinten auf der zweiten Empore, der Klang kann sich im ganzen Kirchenraum dadurch kaum entfalten. Durch die große Entfernung zum singenden Chor im Altarraum ist zudem die wichtige Möglichkeit der Orgelbegleitung außerordentlich erschwert beziehungsweise praktisch unmöglich. Die neue Orgel muss daher im Kirchenraum viel weiter vorn stehen.

Die elektrische Traktur hat immer wieder Aussetzer. Die heute überall übliche mechanische Spieltraktur erlaubt dem Organisten, durch den Tastenanschlag den Klang der Töne direkt beeinflussen zu können – das ist bei der elektrischen Traktur der Walcker-Orgel gar nicht möglich. Die Registertraktur dagegen wird auch heute elektrisch gebaut, allerdings sind sie jetzt viel moderner und leistungsfähiger. Durch computergesteuerte, so genannte „freie Kombinationen“ können die beim Üben vorbereiteten Klangeinstellungen dann im Konzert oder Gottesdienst mit einem Knopfdruck abgerufen werden. Die langen Umregistrierungen vor jedem neuen Orgelstück oder zu begleitendem Gemeindelied entfallen. Instrumente dieser Größe aus unserer Zeit verfügen über mehrere Tausend solche Speicherreihen, die Orgel der Stadtkirche hat gerade mal drei, was den Anforderungen heute bei weitem nicht genügt.

Mit der Einrichtung der hauptamtlichen Kantorenstelle 1964 wurde die Grundlage der stetig wachsenden Bedeutung der Kirchenmusik in der Stadtkirche gelegt. Die zentrale Bezirkskantoren- und Dekanatskirche in Leonberg braucht nun eine neue, dieser Bedeutung würdige Orgel!

Das Bestreben, die Walcker-Orgel der Leonberger Stadtkirche mit einem Neubau abzulösen, geht noch auf die Zeit des ehemaligen Leonberger Bezirkskantors Christoph Martin zurück, der auf  all diese Missstände bereits zu seiner Amtszeit hingewiesen hat. Nun haben die Leitungsgremien der Stadtkirche den Neubau beschlossen.

Es hat sich ein Orgelbauausschuss gebildet, der vom ehemaligen Orgelsachverständigen Prof. Volker Lutz (Stuttgart) und seinem Nachfolger, Bezirkskantor Martin Kaleschke (Ludwigsburg) beraten und unterstützt wird. Erste Überlegungen wurden schon ange-stellt: So haben die beiden Orgelsachverständigen und der Leonberger Bezirkskantor Attila Kalman bereits einen Vorschlag zur Disposition (Klangbild, Liste der Register) der neuen Orgel ausgearbeitet. Dabei ist angedacht, dass knapp 20 % des Pfeifenmaterials der bisherigen Walcker-Orgel in das neue Instrument übernommen werden. Die Planung des Orgelprospekts soll durch den Berliner Architekt Aaron Werbick erfolgen.

Collage

Für den besseren Klang der neuen Orgel erscheint es unabdingbar, den vorderen Teil der zweiten Empore aus dem Jahr 1964 zurückzubauen und das neue Instrument auf die erste Empore zu stellen. Teile der Orgel würden dann aber auch hinter dem Hauptteil auf der zweiten Empore platziert werden. Im Zuge der Baumaßnahmen könnten auch andere notwendige Reparaturen in der Stadtkirche vorgenommen werden, wie etwa die Erneuerung der Elektrik.

Für den Bau einer neuen Orgel dürfen ausschließlich Spenden verwendet werden, keine anderen kirchlichen Mittel (z. B. Kirchensteuer). Die Beauftragung einer Orgelbaufirma ist – nach den landeskirchlichen Gesetzen – erst dann erlaubt, wenn die Hälfte der geplanten Gesamtkosten als Spende bereits eingegangen ist. Das macht die konkrete Planung schwierig. Wir hoffen sehr, dass die Leonberger Bevölkerung ihr Herz für Musik, Kultur bzw. das orgelgespielte Lob Gottes öffnet, ihrer Begeisterung in „klingenden Münzen“ – noch besser in leisen Scheinen – Ausdruck verleiht und den Bau der neuen Hauptorgel der Leonberger Stadtkirche mit großem finanziellem Engagement unterstützt!

Spenden für die neue Orgel können Sie mit einer Einzahlung in die „Stiftung Stadtkirche Leonberg / Michaelskirche Eltingen“ (Teilbereich „Stadtkirche“ – Teilbereich „Verbrauchsvermögen“). Infobroschüren zur Stiftung liegen in der Stadtkirche aus.

Spenden für die neue Orgel können Sie mit einer einfachen Überweisung auf das Konto der Stadtkirche mit dem Vermerk „Spende für die neue Orgel der Stadtkirche“. Bankverbindung der Evangelischen Kirchenpflege Leonberg (Spenden bitte mit dem Vermerk: „Spende für die neue Orgel der Stadtkirche“): IBAN: DE84 6035 0130 0008 6014 70.

Spenden für die neue Orgel können Sie mit dem Besuch der zahlreichen Benefizkonzerte und anderen Benefizveranstaltungen, die in den nächsten Monaten und Jahren dafür durchgeführt werden.

Spenden für die neue Orgel können Sie auch, in dem Sie eine Orgelpfeifenpatenschaft übernehmen. Man kann für einen bestimmten Betrag eine kleine, oder eine größere Pfeife „kaufen“, auch eine ganze Oktave (12 Pfeifen) oder mehr. Die Pfeifenpatenschaften-Flyer liegen überall aus (Stadtkirche, Haus der Begegnung), aus denen ersichtlich ist, welche Pfeifen für welchen Betrag zu haben sind. Den Fortschritt der Spendenaktion und des Orgelbaus können Sie auf dem großen Banner in der Stadtkirche sowie HIER verfolgen!

Wenn Sie laufend Informationen über den Stand des Orgelneubaus bekommen möchten, dann schreiben Sie mir einfach eine Email. Ich setze Sie auf die Mail-Liste und Sie bekommen in größeren Zeitabständen eine Informationsrundmail von mir über den aktuellen Stand des Orgelneubauprojekts.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Attila Kalman, Bezirkskantor

(Email: a.kalman@bzk-leonberg.de)